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Gemeinschaftsgarten Huttenplatz

37213 Witzenhausen

Gemeinschaftsgarten Huttenplatz

Anwohner haben in Kassel eine ungenutzte Rasenfläche in einen lebendigen, artenreichen Stadtgarten verwandelt. Hier lernen Kinder und Erwachsene sehen, säen, wachsen, pflegen und Verantwortung zu übernehmen. Das Preisgeld soll die Fortführung des Projekts sichern.

Wir haben Natur in die Stadt gebracht!

Auf einer Rasenfläche in Kassels Vorderen Westen, dem Huttenplatz, ist mitten in unserem Viertel ein faszinierender urbaner Garten entstanden. Hier ist jeder willkommen. Natur schaffen, gemeinsam Gärtnern, Feiern, Sähen, Ernten und Essen, Diskutieren, Entspannen, Arbeiten, beim Wachsen zusehen und Pläne schmieden. Aufgebaut wurde das Projekt durch Anwohner und Garteninteressierte mit Unterstützung einiger Studenten der Universität Kassel/Witzenhausen.

In den vergangenen Monaten haben wir aus einer ungenutzten Rasenfläche ein lebendiges vielfältiges und buntes Gartenbiotop geschaffen. Bienenweide, Hochbeete, Kräuterspirale, Kartoffeln, Getreide, Wurmkompost, Insektenhotel, Forschungsprojekte, Kindergartenbeete, Bohnentippi und vieles mehr bewirtschaften wir hier gemeinschaftlich, ökologisch und nachhaltig.

Der Garten liegt zentral und ist Oase, Lernort und Ruheraum für viele Anwohner und Besucher und Biotop für Pflanzen und Tiere geworden. Kleine Schilder und Etiketten an den Pflanzen, persönliche Gespräche und Führungen ermöglichen den einfachen Zugang und Wissenszuwachs für Jeden. Auch Menschen, die nicht aktiv mit Gärtnern, nutzen den Platz, indem sie beispielsweise mit ihren Kindern einen Spaziergang machen um Gemüse, Blumen und Insekten anzuschauen.

Natur in der Stadt: Sichtbar, riechbar, begreifbar und essbar für alle.

Unser Stadtgarten ermöglicht es, sich ökologisch und lokal zu ernähren, Gemeinwohl zu erfahren, selbstbestimmt zu arbeiten, sich auszutauschen, zu treffen, zu tauschen, zu lernen, zu staunen, Verantwortung zu übernehmen, sich zu erden und glücklich zu sein.

Gartenfeste, Medienpräsenz in verschiedenen lokalen Medien, Anwohneraktionen, Mitbeteiligung zweier lokaler Kindergärten und eine Präsenz am Rande der dOCUMENTA (13) haben den Garten bekannt gemacht. Gemeinsam mit anderen Initiativen wurde für den Sommer 2012 ein vielfältiges Workshopprogramm entwickelt und durchgeführt.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

Anwohner haben hier auf einer ungenutzten öffentlichen Rasenfläche ein artenreiches Biotop geschaffen: biologisch wie sozial. Die Möglichkeit nachhaltigen Handelns vor der Haustür umzusetzen und Früchte tragen zu sehen, verändert nicht nur die Fläche sondern führt auch zu einem tiefgreifenden Bewusstsein für Natur, Umwelt und Menschlichkeit bei jedem einzelnen.
Natur in der Stadt. Hier lernen Kinder und Erwachsene sehen, säen, wachsen, pflegen, und Verantwortung zu übernehmen.

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Das Preisgeld soll langfristig den Erhalt des Gartenbiotops sichern. Hier sind die ökologische und nachhaltige Struktur des Gartens mit Nutzung und damit dem Erhalt alter und resistenter Pflanzenarten und die Schaffung eines erweiterten Lebensraums in der Stadt mit z.B. Bienenweide und Insektenhotel zu erwähnen. Regenwasserversorgung, Gartengeräte, Kompost, Mülltrennung, mögliche Pacht, Saatgut, Erde, und insbesondere Workshops und Lernangebote möchten geschaffen und weitergeführt werden.

Eingereicht von

Gemeinschaftsgarten Huttenplatz Jens Schmücker

Verein, Organisation, Initiative

Wir sind eine offene Intressensgemeinschaft/Gärtnergemeinschaft aus Anwohnern und Gartenfreunden die selbstverwaltet das Gartenprojekt Huttenplatz betreiben.

Beteiligte Organisationen

Die Idee stammt von der Künsterinitiative „AND AND AND“ und wurde im Rahmen der dOCUMENTA (13) unter Projektleitung von Dipl. Ing. agr. Wolf und Prof. Dr. Heß des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel-Witzenhausen unterstützt und wirkte als Initialzündung für der Gemeinschaftsgarten auf dem Huttenplatz in Kassel.
Vorbereitet durch Studenten und Mitarbeiter der Universität Kassel-Witzenhausen wird das Projekt jetzt in Selbstverwaltung durch die Anwohner weitergeführt. Hier steht die Universität als Pächter, Pate und „Berater“ zur Seite. Die großen Erfahrungen zur Gemüseselbsternte und in der sozialen Landwirtschaft können somit in das Projekt integriert werden.
Eingebunden in ein Netz weiterer Stadtgärten und anderer Garten- und Naturschutzinitiativen in Kassel wie „Essbare Stadt“, Transition Town und andere finden regelmäßig Vernetzungstreffen statt. Des weiteren bietet der Gemeinschaftsgarten zwei Kindergärten Raum für Natur- und Gartenerfahrung.

Pate

Dipl. Ing. agr. Birge Michaela Wolf,

Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Ökologischer Land- und P

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