Zurück zur Website des Deutschen Naturschutzpreises
Zurück zur Startseite
Naturoase „Am Hexbachtal“ – Artenschutzturm und Naturteich im Schulgarten der Schule am Hexbachtal

45475 Mülheim an der Ruhr

Naturoase „Am Hexbachtal“ – Artenschutzturm und Naturteich im Schulgarten der Schule am Hexbachtal

Zusammen mit der Naturschutzjugend will die Klasse 7a der Schule am Hexbachtal in Mülheim-Dümpten in ihrem Schulgarten einen „Artenschutzturm“ errichten und einen Schulteich wieder neu anlegen. Der Turm soll verschiedenen Insekten, Vögeln und Kleintieren als Lebensraum und Futterquelle dienen.

In unserem Schulgarten wollen wir einen „Artenschutzturm“ bauen. Dieser besteht aus einem Holzgerüst von ca. 2,5 m Höhe und einer Grundfläche von 1m x 1m. Innerhalb dieses Gerüstes werden verschiedene Materialien locker gestapelt: Lochziegel, Steinplatten, Totholzstämme mit Lochbohrungen, Reisig, Zapfen, Kästen mit Lehm, Halme usw. Sie dienen verschiedenen Tieren als Unterschlupf zum Überwintern (z.B. Amphibien, Igel), als Nisthilfen (Insekten), als Vorratslager für Nistmaterial (Vögel), als Futterplatz (Vögel, Kleintiere), als Versteckplatz für Kleintiere und Insekten. Außerdem werden Nistkästen für verschiedene Vogelarten an den Artenschutzturm angebracht.

Der Bau eines Artenschutzturms ist so einfach wie effektiv. Die Schüler sind bereits seit eineinhalb Jahren durch ihren Technik-Unterricht mit Holzarbeiten vertraut und können die nötigen Arbeiten mit geringer fachlicher Hilfe selbständig durchführen. Auch einen Großteil der Materialbeschaffung können sie eigenständig bewältigen, indem sie von Grünflächen und landwirtschaftlich genutzten Flächen der Umgebung Naturmaterialien (ggf. in Absprache mit den Eigentümern) sammeln.

Außer dem Artenschutzturm wollen wir unseren Schulteich wieder neu anlegen. Wichtig ist uns dabei, dass ausreichend Flachwasserstufen mit entsprechendem Bewuchs eingeplant werden, die gern als Lebensraum von Amphibien oder als Tränke von Vögeln genutzt werden. Auch lassen sich wasserliebende Insekten wie Libellen und Wasserläufer hier gut beobachten.

Die für die Teichanlage notwendigen Arbeiten haben die Schüler z.T. bereits während unserer Klassenfahrt kennen gelernt und waren begeistert dabei.

Immer mehr Jugendliche verbringen immer seltener ihre Freizeit in natürlicher Umgebung. Im Schulgarten haben alle Schüler die Möglichkeit, unmittelbare Naturerfahrungen zu machen und ihre Artenkenntnis zu erweitern. Nur über die persönliche Erfahrung kann eine positive Bewusstseinsbildung für Naturschutz geleistet werden.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

Die meisten unserer Schüler haben bisher nichts mit Naturschutz zu tun. Vielleicht ist das Schulgarten-Projekt ein neuer Anreiz.
Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist die Anbindung der Jugendlichen an die NAJU Essen/Mülheim. Um außer dem Artenschutzturm und dem naturnahen Teich den Weg zum Jugendhaus der NAJU kennenzulernen, führte uns unser Wandertag in der letzten Schulwoche des Schuljahres dorthin. Im Herbst ist ein Projekttag „Apfelernte“ auf den Streuobstwiesen mit der NAJU geplant.

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Mit dem Preisgeld werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Naturschutzjugend Essen/Mülheim, die uns bei der Planung und Durchführung des Projektes helfen, finanziert. Ebenso werden von dem Geld Materialien wie Bauholz, Schrauben, Lochziegel, Ton, Teichwanne, Pflanzen usw. gekauft. Auch zur attraktiveren Gestaltung unseres Schulgartens (z.B. durch das Aufstellen weiterer Sitzgelegenheiten) wird das Preisgeld eingesetzt.

Eingereicht von

Jutta Breil-Lahmer

Verein, Organisation, Initiative

Klasse 7a, Schule am Hexbachtal, Gemeinschaftshauptschule

Beteiligte Organisationen

Die Klasse 7a der Schule am Hexbachtal in Mülheim-Dümpten ist eine integrative Hauptschulklasse. In Zusammenarbeit mit der Naturschutzjugend Essen/Mülheim will sie dieses Projekt verwirklichen. Die Idee entstand, nachdem die Klasse im Frühjahr 2012 eine Klassenfahrt auf einen NABU-Bauernhof in Ostfriesland unternommen hatte. Die praktische naturnahe Arbeit auf dem Hof hat den Schülerinnen und Schülern sehr gut gefallen.
Auf dem Gelände der NAJU Essen/Mülheim hat sich die Klasse 7a bereits sowohl einen Artenschutzturm (s. Foto) als auch einen naturnah angelegten Teich angesehen.

Pate

Ulrike Nixdorff,

Schulleiterin

weitergucken