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Himmelbeet

13187 Berlin

Himmelbeet

Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten „himmelbeet“ wird das seit 2003 verwaiste oberste Parkdeck des Schillerpark-Einkaufscenters in Berlin-Wedding in einen Ort der natürlichen Vielfalt und der Begegnung von Menschen verwandeln. Eine Fläche von 10.000 m² bietet ab Mai 2013 Raum für die Erzeugung von Nahrungsmitteln, ein Gartencafé und eine Werkstatt.

Die Begegnung von Mensch und Natur wird außerdem über Kulturveranstaltungen und diverse Workshops gefördert.

Das Projekt und somit auch das aktive Naturerleben werden zudem vom Engagement der involvierten BürgerInnen getragen. Von Beginn des Projekts im Sommer 2012 konnten über unterschiedliche Kanäle eine Vielzahl an MitstreiterInnen gewonnen werden. In einer interaktiven Plattform koordinieren sich gegenwärtig Gruppen, u.a. zu den Themen ‚Gärtnern‘, ‚Materialbeschaffung‘, ‚Bauen, Architektur, Erneuerbare Energien‘, ‚PR‘ und ‚Finanzen‘.

Die Realisierung des Gemeinschaftsgartens erfolgt in enger Kooperation mit dem real.-SB Warenhaus, als Vermieter des Objekts, dem Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße, als Anlaufstelle bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem NABU Landesverband Berlin, als Kontakt für fachliche Fragen. Der NABU ist gleichzeitig Pate für das Projekt.

Das Besondere am himmelbeet ist seine Ausrichtung als Ort des Lernen und Begegnens. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten, mit verschiedenen Kenntnissen und Fähigkeiten, können in einem unmittelbar in ihrer Nachbarschaft liegenden Raum aktiv Natur erfahren. Das geschaffene Umfeld lädt ein zum Gärtnern, Hämmern und Schrauben, Zuhören und Diskutieren sowie zum Verweilen.

Positive Effekte sind die Förderung von Toleranz und Respekt, Wertschätzung gesunder Ernährung sowie ein nachhaltiger Umgang mit kostbaren Ressourcen. In der Öffentlichkeit sichtbar ist himmelbeet bereits durch lokale Presseauftritte, in Planung befindliche Veranstaltungen (Erntedankfest!) und den Internetauftritt: www.himmelbeet.de.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

Die Entwicklung des seit fast 10 Jahren verwaisten Parkdecks zum interkulturellen Gemeinschaftsgarten bietet vielfältige Möglichkeiten, um ein Stück mehr Natur in die Stadt zurückzubringen sowie um unterschiedlichen Gruppen von Menschen vor Ort die Gelegenheit zu geben sich mit Natur auseinanderzusetzen. Neben dem Naturerleben ist insbesondere die soziale Komponente hervorzuheben. In diesem Maßstab einzigartig ist das Projekt ein dynamischer Begegnungsort sowie ein spannendes Studienobjekt.

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Die nächsten Monate bis Baubeginn im Januar 2013 und Eröffnung im Mai 2013 werden geprägt sein durch eine intensive Netzwerk-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Einerseits geht es um eine enge Abstimmung mit vor Ort bestehenden sozialen Initiativen, andererseits um eine zu schaffende Präsenz im öffentlichen Raum. Geplant sind die Entwicklung von Informationsständen sowie eines Workshopkonzepts zum Thema Urbane Gartenkultur und Naturerleben. Ferner ist geplant ein Jugendgremium einzurichten, welches sich mit den Belangen der Jugendlichen im Kiez beschäftigt, welche bisher das Parkdeck als Aufenthaltsraum genutzt haben. Für all diese Aktivitäten werden finanzielle Mittel für Graphik- und Druckkosten sowie für Anschaffungen benötigt, wie beispielweise Workshop- und Moderationsmaterial (Beamer, Leinwand, Flipcharts, Papier, Stifte), Tisch- und Sitzelemente, Aufsteller, sowie Baumaterialien für erste Präsentationsbeete.

Eingereicht von

Anna Rösch

Beteiligte Organisationen

Zum jetzigen Zeitpunkt kann das Projekt neben unzähligen Einzelpersonen auf ein paar zentrale Kooperationspartner zurückgreifen. Die im Folgenden genannten Partner haben bereits einen wichtigen Beitrag für die Eröffnung im Frühjahr 2013 geleistet.
Das real.-SB Warenhaus schuf mit der Bereitstellung der Dachfläche hierzu die Grundlage.
Das Aktive Stadtzentrum Müllerstraße gibt Hilfestellung bei der Vernetzung zum umliegenden Kiez und schafft Akzeptanz.
Der NABU Landesverband Berlin als Beratungsorgan ist zentraler Partner bei der Anlage des Gartens.
Die Architekten raumstar* stellen ihre Expertise in der Bauplanung zur Verfügung.
Die Asta Beuth Hochschule berät das Projekt in technischen Belangen.
Die Prinzessinnengarten und nomadisch Grün aus Berlin-Kreuzburg coachen die Entwicklung des Projekts.
Weiterer wichtiger Berater ist die Stiftung Interkultur, die mit ihrer Anschubfinanzierung zudem erste Investitionen ermöglichte.

Pate

Anja Sorges,

NABU / Geschäftsführung

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