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Blühendes Idstein - eine Stadt schafft neue Lebensräume für Insekten

65510 Idstein

Blühendes Idstein - eine Stadt schafft neue Lebensräume für Insekten

Der Arbeitskreis Blühendes Idstein setzt sich für die Schaffung eines Netzes natürlicher Lebensräume im Stadtgebiet von Idstein ein. Grünflächen und Straßenbegleitgrün sollen zu Blühflächen für heimische Insekten umgestaltet werden.

Schaffung eines Netzes natürlicher Lebensräume in Idstein, Minimierung des Pflegeaufwandes für Pflanz- und Parkanlagen, Einführung von Nachhaltigkeitsprinzipien, Hilfestellung geben bei Schaffung eines ökologischen Grünkonzeptes. Es ist nahe liegend, dass die Stadt Idstein erster Ansprechpartner zur Umwandlung von Flächen im innerstädtischen Bereich für den Arbeitskreis ist. In weiteren Schritten sollen durch entsprechende Information Private Hauseigentümer und ortsansässige Firmen interessiert werden, auf ihren Grundstücken „naturnahe Flächen“ zu schaffen. Erstmalig im Frühjahr 2011 suchte der Arbeitskreis den Kontakt zur Stadtverwaltung Idstein. Die Arbeitskreisanregungen wurden als sehr positiv angenommen und schon im Frühjahr erste Flächen im innerstädtischen Bereich und in der Peripherie in Blühflächen umgewandelt. Von der lokalen Presse wurden die Aktivitäten begleitet und in mehreren Presseberichten mit Bildmaterial veröffentlicht. Weitere Flächen sollen Zug um Zug gemeinsam mit Vertretern der Stadt gefunden werden.

Neben bestehenden Parkanlagen soll verstärkt Straßenbegleitgrün (Verkehrsinseln, Kreisel, Trennflächen zwischen Radweg und Fahrbahn) als Blühfläche gestaltet werden. Für den Außenbereich wurden ortsansässige Landwirte angesprochen Agrarflächen in Blühflächen umzuwandeln (Ackerrandstreifenprogramm und Stilllegung von Ackerflächen).

Im Zuge von Straßenbaumaßnahmen im Bereich des Neubaugebiets Taunusviertel wurden bisher im Jahre 2012 mehrere Flächen eingesät. Die Kosten für das Saatgut übernahmen BUND, NABU und Imkerverein Idsteiner Land. Unter anderem wurde gemeinsam mit Kindern der Grundschule auf dem Taubenberg im Frühjahr 2012 mit Unterstützung des städtischen Bauhofs Idstein eine Einsaat an einer neu entstandenen Verkehrsinsel (etwa 150 qm) vorgenommen. Auf einer gegenüberliegenden rd. 5000 qm großen Brache wurde durch den Arbeitskreis eine Einsaat veranlasst. Beide Flächen sind inzwischen aufgeblüht.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

1. Schaffung von Blühflächen für heimische Insekten und damit Steigerung der ökologischen Werte
2. Bewusstseinsbildung, dass Flächen mit Wildblumenbesatz mehr Naturnähe bieten und gleichzeitig vielfältiger wirken als sterile Rasenflächen
3. Kostensenkung für Arbeitsaufwand zur Flächenpflege und Anschaffung von Pflanzen
4. Verschönerung des Stadtbildes (Wohlfühleffekt für den Betrachter)
5. Erzielen eines Nachahm-Effektes

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Einkauf von Saatgut, Bezahlung von Landwirten für maschinelle Vorbereitung in Frage kommender Flächen, Flächenpflege, Erstellung von Informationsmaterial, Öffentlichkeitsarbeit.

Eingereicht von

Günter Lang

Beteiligte Organisationen

Arbeitskreis „Blühendes Idstein“ bestehend aus Vertretern von BUND, NABU, Imkerverein Idsteiner Land, Streuobstkreis Mittlerer Taunus e.V., Mitgliedern von Magistrat und Ortsbeirat Idstein.

Pate

Bürgermeister Gerhard Krum,

Bürgermeister der Stadt Idstein

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